Archiv der Kategorie 'Positionen'

Die rebellische Hoffnung von Hamburg

Eine erste, vorläufige Bilanz der Interventionistischen Linken

DebattenblogG20Sagen wir zuerst das Allerwichtigste: Hamburg befand sich nicht nur eine Woche im polizeilichen Ausnahmezustand, der uns eine Warnung sein sollte. Nein, ebenso wichtig: Zehntausende haben ihm getrotzt. Zehntausende haben keine Angst gehabt oder sind trotz ihrer Angst auf der Straße gewesen. Jede Demonstration, jedes Cornern und jedes aufgebaute Zelt stand unter der permanenten und allgegenwärtigen Drohung polizeilicher Gewalt. Niemand war vor ihr sicher. Das ist der Rahmen, in dem jede einzelne Aktion und jede Teilnehmer_innenzahl zu sehen ist. Dieser Mut und dieser Ungehorsam – von alt bis jung, von friedlich bis militant, von politisch bis kulturell – bleiben. Dieses Zeichen wird auch von unseren Freund_innen in Brasilien, Griechenland oder Südafrika verstanden werden. Egal was die Presse schreibt, egal was die Umfragen sagen. Das Kalkül, mit Repression und Diffamierung die Linke isolieren zu können, ist auf der Straße phänomenal gescheitert und hat sich ins Gegenteil verkehrt. Mit ein paar Linken wären Olaf Scholz und seine Einheiten vielleicht fertig geworden – nicht aber damit, dass sich große Teile der Bevölkerung solidarisierten. Unter Einsatz ihrer Körper. Auf der Straße. Massenhaft und ungehorsam in allen erdenklichen Formen und Farben. (mehr…)

Für Ereignisse, die ihre Basis im Alltag suchen

DebattenblogG20Rund um die Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg ist wieder einmal eine Debatte zur Bedeutung von Großereignissen aufgekommen. Die AG Soziale Kämpfe von Prisma hat eine solidarische Kritik geschrieben und fragt wie Events politisch sinvoll mit Alltagskämpfen verknüpft werden können. Auf dem Debattenblog der iL findet ihr weitere Beiträge zur Diskussion zu G20. (mehr…)

Der 1.Mai in Halle: Ein absoluter Erfolg!

Nach 2003 und 2011 wollten Nazis zum dritten Mal am 1. Mai in Halle aufmarschieren. Und zum dritten Mal scheiterten sie an den Gegenproteste. Durch Sitzblockaden wurden alle Wege der Nazis von ihrem Startpunkt am Bahnhof versperrt. Weit über 1.000 Menschen beteiligten sich daran. Zu verdanken ist dies wohl in erster Linie der kontinuierlichen Arbeit des Bündnisses „Halle gegen Rechts“, dass verschiedenste Initiativen, Parteien, Gewerkschaften und Kirchen vereint und zu den Blockaden aufrief. In der ganzen Stadt bestand so ein breiter Konsens gegen die Nazis. Daher nahmen viele Menschen über unser engeres Spektrum hinaus an diesen Aktionen des zivilen Ungehorsams teil. Insgesamt beteiligten sich an den Protesten sogar ungefähr 4.000 Menschen.
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Entmietung gestoppt! Widerstand lohnt sich!

keine profite mit der mieteDie Erste BSL Projektentwicklung GmbH & Co. KG hat es trotz zwei Jahren anhaltenden Entmietungsterrors nicht geschafft, das Haus vollständig zu entmieten. Sie gaben auf und haben die Jahnalle 14 wieder verkauft. Diesen Erfolg wollen wir mit einem Sektempfang feiern. Wir laden euch herzlich zur Kundgebung am 28.01.2017 um 15 Uhr vor der Jahnallee 14 ein. (mehr…)

Kommunistischer Widerstand in Leipzig 1943/44

Am 11. und 12. Januar 1945, vor 72 Jahren, wurden zehn Leipziger Kommunisten von den Nazis ermordet. Um ihren Einsatz für unser aller Freiheit zu würdigen, möchten wir heute an die Geschichte des kommunistischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus in Leipzig erinnern, insbesondere in den letzten Kriegsjahren. Daneben gab es Widerstand aus anderen politischen Milieus, der in der DDR oft genug vergessen wurde, ebenso wie der kommunistische Widerstand teilweise als Legitimation des autoritären DDR-Staates genutzt wurde. Trotz der Geschichtspolitik der DDR finden wir es wichtig, das Andenken an alle Widerstandskämpfer_innen aufrecht zu erhalten und möchten dazu mit diesem Text einen Beitrag leisten.
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