Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Für Ereignisse, die ihre Basis im Alltag suchen

DebattenblogG20Rund um die Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg ist wieder einmal eine Debatte zur Bedeutung von Großereignissen aufgekommen. Die AG Soziale Kämpfe von Prisma hat eine solidarische Kritik geschrieben und fragt wie Events politisch sinvoll mit Alltagskämpfen verknüpft werden können. Auf dem Debattenblog der iL findet ihr weitere Beiträge zur Diskussion zu G20. (mehr…)

Gegen die Neue Rechte in Theorie und Praxis: Veranstaltungsreihe // Gemeinsame Anreise aus Leipzig zur IB-Demo am 17.06.

ib-berlin-1706Von Ende Mai bis MItte Juni organisieren wir in Leipzig mehrere Veranstaltungen zur Neuen Rechten in Deutschland und Österreich. Besonders die Identitären Bewegung (IB) steht im Fokus. Anschließen fahren wir am 17.06. gemeinsam nach Berlin, um den jährlichen Aufmarsch der IB zu verhindern.

Die Neue Rechte ist auf dem Vormarsch – sei es in den Parlamenten oder auf der Straße. In Ostdeutschland scheint der Nährboden für ihre extrem rechte Ideologie besonders gegeben zu sein. Sei es der sächsische Biblebelt, Dresden als Hauptstadt der PEGIDA-Bewegung oder die Achse Schnellroda – Halle als Verbindungsglied zwischen der Identitären Bewegung in Österreich und Deutschland.

Ihre Aktivisten verschaffen sich immer wieder Zugang zu prominenten Orten. Sie klettern auf das Brandenburger Tor, hängen Großbanner an den Kölner Hauptbahnhof oder an das Antikriegsdenkmal vor der Dresdner Frauenkirche. Danach verschwinden sie schnell. Mit Fotos und Videos vermarkten sie ihre Aktionen in den Sozialen Netzwerken und auf YouTube.

Hinter den vermeintlich großen Aktionen steckt jedoch nur ein kleiner Kreis an Kadern. Diese versuchen durch größtmögliche mediale Inszenierung eine Bewegung vorzutäuschen, die sich real an nur wenigen Aktivist*Innen entlang hangelt. Für den 17. Juni 2017 mobilisiert die Identitäre Bewegung nach Berlin – vorrangig, um neue Interessent*Innen zu begeistern und ihren Kadern die Möglichkeit zur Selbstinszenierung zu bieten. Dies gilt es zu verhindern! Wenn wir es schaffen, ihnen die Symbolik ihrer Bilder zu nehmen, ist für sie die Aktion gescheitert.

Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise nach Berlin ist am Samstag, 17.06.2017, 8:45 Uhr, Gleis 2, Leipzig Hbf

Kommt auch zu den Veranstaltungen:

31.05.2017: Jennifer Stange – Der sächsische Biblebelt und Verbindungen zur „Neuen Rechten“

06.06.2017: David Begrich – Strategien der „Neuen Rechten“

13.06.2017: Judith Götz – „Heimatliebe ist nicht nur Männersache“ – Ideologie, Aktionismus und Geschlechterbilder der „Identitären“ (in Österreich)

Die Veranstaltungen finden jeweils um 19 Uhr im Seminarraum S420 an der Uni Leipzig statt.
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Der 1.Mai in Halle: Ein absoluter Erfolg!

Nach 2003 und 2011 wollten Nazis zum dritten Mal am 1. Mai in Halle aufmarschieren. Und zum dritten Mal scheiterten sie an den Gegenproteste. Durch Sitzblockaden wurden alle Wege der Nazis von ihrem Startpunkt am Bahnhof versperrt. Weit über 1.000 Menschen beteiligten sich daran. Zu verdanken ist dies wohl in erster Linie der kontinuierlichen Arbeit des Bündnisses „Halle gegen Rechts“, dass verschiedenste Initiativen, Parteien, Gewerkschaften und Kirchen vereint und zu den Blockaden aufrief. In der ganzen Stadt bestand so ein breiter Konsens gegen die Nazis. Daher nahmen viele Menschen über unser engeres Spektrum hinaus an diesen Aktionen des zivilen Ungehorsams teil. Insgesamt beteiligten sich an den Protesten sogar ungefähr 4.000 Menschen.
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1. Mai: Alle nach Halle! Nazidemo blockieren!

känguru 1 mai halle

Während am Ersten Mai in vielen Ländern weltweit Gewerkschaften für bessere Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit auf die Straße gehen, will die neonazistische Partei „Die Rechte” unter dem Motto „Gemeinsam gegen Kapitalismus, Ausbeutung und Überfremdung” Halle (Saale) zu ihrem zentralen Aufmarschort machen. Neonazis und Rassist*innen aus der gesamten Bundesrepublik kündigen ihre Teilnahme an; unter ihnen gewaltbereite rechte Gruppierungen, die bereits in den letzten Jahren am Ersten Mai in Plauen und Saalfeld für Ausschreitungen und Übergriffe verantwortlich waren.

Das wollen wir nicht hinnehmen!

Wir werden uns den Nazis entgegenstellen!

Am 1. Mai treffen wir uns um 8:45 Uhr am Hauptbahnhof (S-Bahn-Gleis) und fahren gemeinsam nach Halle. Dort besteht die Möglichkeit, sich den Demonstrationen von Halle gegen Rechts anzuschließen oder sich an den dezentralen Aktionen von nice to beat you! zu beteiligen.

Im folgenden der Aufruf der Interventionistischen Linken Halle:

Join the Resistance – Gegen Nazis und den kapitalistischen Alltag – Für eine solidarische Perspektive
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Protestbrief: In dieser Blockade waren wir alle!

Sitzblockade

Anfang diesen Jahres gab Legida auf. Diesen Erfolg haben wir alle durch unseren beharrlichen Protest erreicht! Auch die Stadt Leipzig schmückt sich gern mit dem zivilgesellschaftlichen Engagement in Leipzig. Trotzdem will sie jetzt 163 Menschen, die vor einem Jahr versuchten, Legida mit einer Sitzblockade zu stoppen, mit drakonischen Bußgeldern bestrafen. Insgesamt fordert sie über 50.000 Euro!

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