Rechtsruck in Sachsen

RechtsruckDie CDU Sachsen – Die Sächsische Union redete immer wieder davon mit „deutschem Patriotismus und sächsischer Identität“ gegen die AfD gewinnen zu wollen. Auch mehr Verständnis für PEGIDA und andere Rassisten sollten ihnen die Stimmen von Rechts sichern. Diese Strategie ist krachend gescheitert – sie hat die Wähler*innen scharenweise zur AfD wechseln lassen.

Ca. 16% Verluste für die CDU – ca. 20% Gewinn für die AfD

Wer gegen die AfD gewinnen will, muss Rassismus als solchen klar benennen und die soziale Frage in den Mittelpunkt stellen. An der Perspektivlosigkeit und anderen Nöten vieler Menschen in Ostdeutschland tragen nicht Geflüchtete sondern ein kaputt gesparter Wohlfahrtsstaat und der Ausverkauf der ostdeutschen Wirtschaft in den 1990er Jahren durch den Westen die Schuld.
„Entscheidend für den Erfolg der AFD ist, dass im zurückliegenden Jahrzehnt Lebensmodelle, Werthaltungen und Mentalitäten, die zuvor zur Normalität der Mehrheits-Mitte zählten, in eine Minderheiten-Position gerieten.“ (siehe Wahlanalyse der Rosa Lux on Horst Kahrs: http://www.horstkahrs.de/wp-content/uploads/2017/09/2017-09-25-Ka-WNB-BTW17.pdf)

Wenn die CDU jedoch wahlweise weg schaut oder die Menschen in ihren rassistischen Ressentiments sogar noch bestätigt, brauchen sie sich nicht wundern wenn sie lieber das Original wählen und Sachsen noch weiter nach rechts driftet. #dankeCDU

Entschlossen gegen die AfD vorzugehen ist mit Sicherheit nirgendwo so nötig wie in Sachsen. Nach dem Ausscheiden der Petrys und Wurlitzers ist es wahrscheinlich, dass die Partei sich programmatisch und inhaltlich noch weiter nach rechts entwickeln wird. Damit trifft sie im ehemaligen CDU Kernland auf einen reichhaltigen Nährboden und findet Anschluss an allerhand Neonazistrukturen sowie rassistische, sexistische und antisemitische Ressentiments in der Bevölkerung. Was das für ein gesellschaftliches Klima und folgende Landtagswahlen bedeutet, kann man sich unschwer ausmalen..

Ob die AfD nun als durchweg faschistisch zu bewerten ist oder nicht, wir brauchen eine Linke die sich ihr entgegenstellt. Große Blockaden und Mobilisierungen wie gegen den Bundesparteitag in Hannover sind gut. Notwendig ist jedoch vor allem durch Basisarbeit die Auseinandersetzung in der Gesellschaft zu suchen und langfristige Bündnisse zu schaffen. Eine linke Verankerung in den Kiezen in denen wir leben, breit aufgestellte Bündnisse gegen Neonaziaufmärsche und das schaffen von eigenen – solidarischen – Strukturen sind in der aktuellen Situation notwendiger denn je!

http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/linksradikale-wir-werden-die-afd-jagen-15220741.html

#Antifa


0 Antworten auf „Rechtsruck in Sachsen“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


× sechs = achtzehn