Wie weiter gegen Legida?

1. Am Ball bleiben

Am vergangenen Montag waren in Leipzig unglaublich viele Menschen auf der Straße, um ein klares Zeichen gegen Rassismus und für eine solidarische Gesellschaft zu setzen. Auf den Demonstrationen unter dem Motto „Refugees Welcome“ versammelten sich circa 10.000 Menschen. Einige kamen auch durch alle Polizeiabsperrungen auf die Legida-Route und erzwangen eine Verkürzung dieser um 600 Meter. Aber Legida konnte doch laufen. Auf ihrer Demonstration fanden sich auch hunderte Nazis und Fußball-Hooligans ein und machten das Bedrohungspotenzial deutlich, dass von Legida ausgeht. Leider ist klar, dass es das nicht gewesen sein wird. Eine Ausbreitung dieser rassistischen Bewegung müssen wir unbedingt verhindern. Deshalb müssen wir am Ball bleiben!
2. Zusammenschließen

Allein machen sie dich ein. Also sucht euch Freund*innen und Vertraute, mit denen ihr Montag auf die Straße gehen wollt. Macht Werbung in befreundeten WGs, in euren Univeranstaltungen, auf der Arbeit oder im Sportverein. Flyer und Plakate bekommt ihr zum Beispiel im StuRa auf dem Unicampus.

3. Informiert euch

Verschafft euch im Vorfeld einen Überblick, um am nächsten Montag handlungsfähig zu sein. Informiert euch im Internet über die geplante Legida-Route und die Treffpunkte der Gegenveranstaltungen. Guckt euch das Viertel an, in dem Legida marschieren möchte. Informiert euch über Infokanäle (Infotelefon, Ticker, Twitter) und den Ermittlungsausschuss (EA). Schaut auch am Sonntagabend oder am Montag noch einmal nach letzten Infos und kurzfristigen Änderungen, z.B. bei Refugees Welcome oder Leipzig nimmt Platz.

Wer eine inhaltliche Kritik der Legida-Positionen sucht, findet diese beim „Netzwerk gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus“. Eine unserer Meinung nach nötige linke Alternativen haben wir in unserem Redebeitrag skizziert

Der Leipziger EA stellt sich hier vor.

4. Pläne schmieden

Eine gute Vorbereitung ist das Wichtigste für eine gelungene Aktion. Sprecht mit euren Freund*innen, welche Situationen euch erwarten können. Welche Aktionsformen traut ihr euch zu? Lautstarker Protest oder Sitzblockade? Seid ihr bereit, eventuell für eine Aktion auch ein Bußgeld in Kauf zu nehmen? Redet auch über Situationen, vor denen ihr Angst habt und wie ihr dem begegnen und euch in stressigen Situationen schnell verständigen könnt.

Wie das gehen kann, verrät euch zum Beispiel dieses Heftchen.

Wenn ihr euch vergewissern möchte, was ihr auf eine Demo mitnehmen solltet oder welche Rechte ihr im schlimmsten Fall bei einer Ingewahrsamsnahme habt und wie ihr euch dann verhalten solltet, seid ihr beim Demo 1×1 richtig:

5. Auf die Straße gehen

Am nächsten Montag wollen wir wieder zahlreich auf die Straße gehen und Legida zeigen, dass wir ihre rassistische Hetze in Leipzig nicht akzeptieren! Dafür ist es wichtig, dass ihr in der Lage seid möglichst eigenverantwortlich handeln zu können. Dafür ist eure Vorbereitung schon mal optimal, was gilt es noch zu bedenken? Achtet aufeinander und lasst niemanden zurück. Bleibt ruhig, geratet nicht in Panik und lasst euch nicht provozieren. Grade wenn es brenzlig wird solltet ihr unbedingt bedacht handeln und nicht planlos davon rennen. Entscheidet gemeinsam was ihr tun wollt und behaltet den Verlauf des Abends über den Aktionsticker im Auge.

6. Erfolg haben

Wenn alles gut vorbereitet ist und ein kleines bisschen Glück dazukommt, dann können wir Legida stoppen!


1 Antwort auf „Wie weiter gegen Legida?“


  1. 1 Auswertung der Aktionen gegen Legida am 12.01.2015 « Prisma Pingback am 12. Februar 2015 um 10:07 Uhr
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