Solidarität mit Rojava – Vortrag und Diskussionsveranstaltung

va-rojava-ut-connewitz 01.12, 18:00, UT Connewitz

Seit drei Jahren entsteht in den überwiegend kurdischen Gebieten Nordsyriens im Rojava ein politisches System demokratischer Selbstverwaltung. Die Bevölkerung organisiert sich in eigenen Versammlungen und Räten, um ihr Leben über ethnische und religiöse Unterschiede hinweg gemeinsam zu gestalten. Geschützt wird diese demokratische Selbstverwaltung von den Selbstverteidigungskräften Rojavas, der YPG und den Fraueneinheiten der YPJ. Es waren diese Einheiten, die gemeinsam mit der PKK êzidische Kurd_innen im September vor der menschenverachtenden Organisation Islamischer Staat (IS) aus dem Shengal-Gebirge gerettet haben. Die demokratische Autonomie der Städte und Gemeinden Rojavas ist für viele Menschen im Nahen und Mittleren Osten zu einem Hoffnungsträger geworden. Sie beweist, dass ein friedliches Zusammenleben sowie eine gerechtere und demokratischere Gesellschaft möglich sind. Genau diese fortschrittlichen Inhalte ziehen jedoch den Hass des IS auf sich.

In der Diskussionsveranstaltung wird nicht nur Aktuelles aus Kobane berichtet, auch die Situation in Syrien und Irak, ohne die weder Rojava noch der IS zu erklären sind, soll beleuchtet werden.
Wir haben Martin Glasenapp und Sozdar eingeladen, um uns den vielen offenen Fragen gemeinsam zu nähern: Ist eine langfristige Unterstützung des Projekts Rojava möglich? Ist die Solidarität mit den kurdischen Kämpfer_innen möglicherweise gegenüber dem syrischen Aufstand zu einseitig?

Martin Glasenapp ist bei der Hilfsorganisation medico international als Koordinator für Syrien tätig und hat die Region mehrfach bereist, zuletzt im August die kurdischen Gebiete im Irak und Syrien. Sozdar ist aktiv bei dem Frauenverband YXK-Jin des Hochschulverbandes der Studierenden aus Kurdistan in Europa und lebt in Hannover.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Initiative Solidarität mit Rojava statt, die von der Interventionistischen Linke und dem Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V. (YXK) initiiert wurde.