Quer durch die Krise

Europa kriegt die Krise. Oder eher die Krisen? Welche Zusammenhänge gibt es, welche staatlichen Steuerungspolitiken und welche Antwort können wir als Linke darauf geben?
(Ausführliche Infos zu den Veranstaltungen gibt’s nach dem Klick auf „mehr“.)

Krise und Nazis in Griechenland: Ein Blick in unsere Zukunft?

Κρίση και άκρα δεξιά στην Ελλάδα: μια ματιά στο μέλλον μας?
25.04., 19 Uhr, Erythrosin

Zur Analyse der Krise

27.04., 19 Uhr, im besetzten Raum S110 am Zentralcampus der Uni Leipzig

Vielfachkrise

06.05., 19 Uhr, Zweinaundorferstr. 22

Blockupy Info- und Mobilisierungsveranstaltung

15.05., 19 Uhr, Uni Leipzig, Hörsaal 8

Die Transformation der Demokratie in der Krise

02.07. 19 Uhr, Zweinaundorferstr. 22

Krise und Nazis in Griechenland: Ein Blick in unsere Zukunft?

Κρίση και άκρα δεξιά στην Ελλάδα: μια ματιά στο μέλλον μας?
25.04., 19 Uhr, Erythrosin

Mit Genossen aus Griechenland und des Wildcat Kollektivs.
Griechenland ist ein Beispiel dafür, wie seit Beginn der Krise die Lebensbedingungen der Leute massiv angegriffen werden. Aktuell wird ausprobiert, wie weit die Bedingungen verschlechtert werden können, bevor eine Gesellschaft aufhört zu funktionieren. Die griechische Gesellschaft hat sich im Zuge der Entwicklung der letzten Jahren immer stärker polarisiert. Rassistische Strömungen und faschistische Parteien haben an Gewicht gewonnen. Dem gegenüber gibt es vermehrt Versuche von links, die Bewegung in den alltäglichen Kämpfen zu verankern und aus diesen zu handeln. Genau diese Versuche fallen hierzulande schon theoretisch sehr schwer. Auf der Veranstaltung wollen wir die Frage nach dem Zusammenhang von Krise, Faschismus und Staat stellen und darüber gemeinsam diskutieren.

Zur Analyse der Krise

27.04., 18 Uhr, Zweinaundorferstr. 22
mit Anne-Katrin Krug, Marx-Referentin bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Die Krise ist in aller Munde. Die vermeintlichen Erklärungen reichen von der Gier der Banker, über die Faulheit der Südeuropäer_innen hinzu fiskalischem Schlendrian. Zusammen mit Anne-Kathrin Krug wollen wir der Sache wirklich auf den Grund gehen und den unvermeidbaren Zusammenhang von Krise und Kapitalismus aufzeigen. Sie wird verschiedene Ansätze einer Krisentheorie in den Werken von Marx vorstellen und zeigen, wie diese von unterschiedlichen marxistischen Strömungen aufgegriffen wurden. Schließlich wird es um die Frage gehen, wie die marxistischen Erklärungsversuche auf die globale Krise des Kapitals seit 2008 und die Krise im Euroraum angewendet werden können.

Vielfachkrise

06.05., 19 Uhr, Zweinaundorferstr. 22
mit Julia Dück Aktivistin bei der Gruppe FelS, arbeitet zur Krise der Reproduktion und Mitherausgeberin des Buches „Vielfachkrise“.
Der Begriff „Krise“ wird zumeist mit der Finanz- und Wirtschaftskrise assoziiert. Hiergegen wendet sich die These der „Vielfachkrise“, die davon ausgeht, dass die aktuelle Krise sich nicht allein auf die Ökonomie beschränkt, sondern weitere Bereiche, wie das Klima, die Reproduktion und Politik betrifft. Mit besonderem Schwerpunkt auf der Krise der Reproduktion wird Julia Dück die Perspektive der Vielfachkrise vorstellen und einen feministischen Blick auf die Krisen werfen.

Blockupy Info- und Mobilisierungsveranstaltung

10.05., 19 Uhr, Bäckerei
Auf in die nächste Runde: Am 31. Mai und 1. Juni werden erneut die Blockupy-Protesttage in Frankfurt am Main stattfinden. Mit den Aktiontagen reiht sich das Blockupybündnis in die europäischen Proteste gegen die autoritäre Austeritätspolitik der Troika ein und trägt den Widerstand in das Herz des Krisenregimes. Frankfurt ist Sitz der EZB, die als Teil der Troika versucht den kriselnden Kapitalismus auf dem Rücken von Lohnabhängigen, Migrant_innen, Renter_innen und vielen Anderen zu sanieren. Geplant sind eine Blockade der EZB, verschiedene Aktionen des zivilen Ungehorsams und eine internationale Großdemonstration mit einem antikapitalistischen Block. Auf der Mobiveranstaltung wird über Aktionspläne, Anreise und Unterkünfte informiert.

Die Transformation der Demokratie in der Krise

02.07. 19 Uhr, Zweinaundorferstr. 22
Nikolai Huke forscht zum „Staatsprojekt Europa“.
Auf die Instabilität des Kapitalismus im Kontext der Eurokrise reagiert die EU mit einem unübersichtlichen Krisenmanagement aus zahlreichen Einzelbausteinen – etwa dem Europäischen Semester, dem Euro-Plus-Pakt, dem Six-Pack, dem Wachstumspakt, dem Fiskalpakt oder den Memoranden der Troika. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Inhalte und Mechanismen der Regelungen. Gezeigt wird, dass mit dem Bausteinsystem eine autoritäre Transformation der Demokratie vorangetrieben und Austeritätspolitik – Sozialstaatsabbau, Einschränkungen von Arbeitnehmer_innen- und Gewerkschaftsrechten oder Privatisierungen – als einzig mögliche Politik zu verankern versucht wird. Konsequenz ist neben drastischen sozialen Krisen – von Arbeitslosigkeit über Zwangsräumungen bis hin zu steigenden Suizidraten – auch eine Hegemoniekrise der europäischen Staatsapparate.

Veranstaltungsort


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