Telling a different truth about Hamburg

g20-truthWas bleibt nach einer Woche Ausnahmezustand und Protest in Hamburg?

17.07.17 | 19:00 | Pögehaus, Hedwigstr. 20

Alle sprechen über G20. Dabei klaffen die Erfahrungen derjenigen, die in Hamburg waren und das mediale Bild der Ereignisse weit auseinander. Deshalb wollen wir einen Ort bieten, an dem die Ereignisse der letzten Woche gemeinsam politisch bewerten und aus erster Hand berichten. Von einer neuen Qualität des Ausnahmezustand (Außerkraftsetzung der Versammlungsfreiheit, Einsatz militarisierter Spezialkräfte) und einer Polizei, die sich weder an Gerichtsentscheidungen, noch an Gesetze gebunden fühlt und ihren Gewaltfantasien freien Lauf lässt. Aber auch von Erfreulichem: Ganze Stadtteile widersetzten sich solidarisch der Besatzung durch 20.000 Polizeikräfte und haben die Inszenierung des Gipfels empfindlich gestört. (mehr…)

Die rebellische Hoffnung von Hamburg

Eine erste, vorläufige Bilanz der Interventionistischen Linken

DebattenblogG20Sagen wir zuerst das Allerwichtigste: Hamburg befand sich nicht nur eine Woche im polizeilichen Ausnahmezustand, der uns eine Warnung sein sollte. Nein, ebenso wichtig: Zehntausende haben ihm getrotzt. Zehntausende haben keine Angst gehabt oder sind trotz ihrer Angst auf der Straße gewesen. Jede Demonstration, jedes Cornern und jedes aufgebaute Zelt stand unter der permanenten und allgegenwärtigen Drohung polizeilicher Gewalt. Niemand war vor ihr sicher. Das ist der Rahmen, in dem jede einzelne Aktion und jede Teilnehmer_innenzahl zu sehen ist. Dieser Mut und dieser Ungehorsam – von alt bis jung, von friedlich bis militant, von politisch bis kulturell – bleiben. Dieses Zeichen wird auch von unseren Freund_innen in Brasilien, Griechenland oder Südafrika verstanden werden. Egal was die Presse schreibt, egal was die Umfragen sagen. Das Kalkül, mit Repression und Diffamierung die Linke isolieren zu können, ist auf der Straße phänomenal gescheitert und hat sich ins Gegenteil verkehrt. Mit ein paar Linken wären Olaf Scholz und seine Einheiten vielleicht fertig geworden – nicht aber damit, dass sich große Teile der Bevölkerung solidarisierten. Unter Einsatz ihrer Körper. Auf der Straße. Massenhaft und ungehorsam in allen erdenklichen Formen und Farben. (mehr…)

Für Ereignisse, die ihre Basis im Alltag suchen

DebattenblogG20Rund um die Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg ist wieder einmal eine Debatte zur Bedeutung von Großereignissen aufgekommen. Die AG Soziale Kämpfe von Prisma hat eine solidarische Kritik geschrieben und fragt wie Events politisch sinvoll mit Alltagskämpfen verknüpft werden können. Auf dem Debattenblog der iL findet ihr weitere Beiträge zur Diskussion zu G20. (mehr…)

Gegen die Neue Rechte in Theorie und Praxis: Veranstaltungsreihe // Gemeinsame Anreise aus Leipzig zur IB-Demo am 17.06.

ib-berlin-1706Von Ende Mai bis MItte Juni organisieren wir in Leipzig mehrere Veranstaltungen zur Neuen Rechten in Deutschland und Österreich. Besonders die Identitären Bewegung (IB) steht im Fokus. Anschließen fahren wir am 17.06. gemeinsam nach Berlin, um den jährlichen Aufmarsch der IB zu verhindern. (mehr…)

Der 1.Mai in Halle: Ein absoluter Erfolg!

Nach 2003 und 2011 wollten Nazis zum dritten Mal am 1. Mai in Halle aufmarschieren. Und zum dritten Mal scheiterten sie an den Gegenproteste. Durch Sitzblockaden wurden alle Wege der Nazis von ihrem Startpunkt am Bahnhof versperrt. Weit über 1.000 Menschen beteiligten sich daran. Zu verdanken ist dies wohl in erster Linie der kontinuierlichen Arbeit des Bündnisses „Halle gegen Rechts“, dass verschiedenste Initiativen, Parteien, Gewerkschaften und Kirchen vereint und zu den Blockaden aufrief. In der ganzen Stadt bestand so ein breiter Konsens gegen die Nazis. Daher nahmen viele Menschen über unser engeres Spektrum hinaus an diesen Aktionen des zivilen Ungehorsams teil. Insgesamt beteiligten sich an den Protesten sogar ungefähr 4.000 Menschen.
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